Gestern Nacht ist Donna gestorben. Noch am Morgen hatten wir unseren täglichen Gang durch den Wald und sie zeigte sich ganz wach und aufgedreht. Am späten Abend tigerte sie dann hechelnd durch die Wohnung und suchte offenbar nach dem richtigen Platz; irgend etwas stimmte mit ihr nicht. Nachdem ich sie kurz abtastete, hatte ich schon in etwa eine Ahnung, was da nun kommen würde.

Vor ein paar Tagen holte sie sich wieder ihre Kuscheleinheiten

In der Tiernotklinik angekommen wurde Donna einer gründlichen Untersuchung unterzogen, bis feststand, dass ich sie erlösen lassen musste. Tränen und schwarze Löcher – obwohl ich bislang fest glaubte, auf diesen Tag gefasst zu sein. War ich aber nicht. Natürlich war sie sehr alt, 11 oder 13 Jahre etwa – so genau wussten wir das nicht. Trotzdem ist sie nicht mehr da.

Feldsuche – eine Leidenschaft

Auf der Suche nach einer “besseren Hälfte” für unseren Rüden Leon suchten wir 2009 eine Hündin, die seine Leidenschaften in etwa teilte. Wir fanden Donna in einem Tierheim für Jagdhunde – und verliebten uns in sie. Es begann eine Zeit, die mit täglich neuem Wissen über den Hund, aber auch mit Einschränkungen verbunden war. Donna war kein Hund fürs Bällchenspielen oder den Kneipenbesuch. Als Vollblutjagdhund sie wollte jagen, jagen … und jagen.

Ein freundliches und ausgeglichenes Hundewesen

Diese Eigenschaft in Bahnen zu lenken, die schließlich Tier und Mensch befriedigen sollten, war für mich als Nichtjäger eine Aufgabe, der ich mich manchmal kaum gewachsen fühlte. Allerdings merkte ich mit der Zeit, dass dieser Hund sämtliche Bemühungen meinerseits durch ein beruhigendes und sehr sanftes Wesen zurückgab.

Schlafen und Schnarchen

Hatte sie in den ersten Jahren noch ihren eigenen Kopf und verfolgte ein Reh schon mal kilometerweit, so entwickelte sie sich in den letzten Jahren zunehmend zur treuesten Hundeseele an meiner Seite. Selbst in ausgewiesenen Wildgebieten ließ sie sich bei ihren Ausflügen sehr gut abrufen. Von dicken Krankheiten blieb sie verschont; bei kleineren Blessuren war sie sehr tapfer.

An ihrem Lieblingsplatz: Feld und Wasser

Heute waren wir noch einmal an einem Ort, den sie so liebte: Ein Feld mit viel Wasser. Meine Frau hatte sich mit schwimmenden Blumen etwas schönes ausgedacht. Gestern habe ich sie bis zuletzt in meinem Arm gehalten und bin dann noch eine Weile bei ihr geblieben.

Danke Donna, Du warst ein wundervoller Hund!

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