Filmgeschichte ohne Berlin? Undenkbar. In Woltersdorf bei Berlin sieht man die Reste von „Hollywood Berlin“ mit etwas Spürsinn noch heute. Am westlichen Ufer des Kalksees begann Produzent Joe May mit dem Bau einer Filmstadt, die jedoch nach 1929 nicht mehr vollendet wurde. Hier wurde „Das indische Grabmal“ produziert, ein Monumentalfilm von Joe May in 2 Teilen. Der 1. Teil trug den Titel „Die Sendung des Yoghi“, der 2. Teil „Der Tiger von Eschnapur“.

Das Drehbuch schrieben Fritz Lang und Thea von Harbou nach dem gleichnamigen Roman von Thea von Harbou. Die Uraufführung fand am 22. Oktober 1921 (1. Teil) und am 19. November 1921 (2. Teil) im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt.

Erinnerungen: Joe May

Die Bauten und Kostüme stammten von Otto Hunte, Erich Kettelhut, Karl Vollbrecht und Martin Jacoby-Boy. May ließ auf dem Gelände seiner Produktionsstätte in Woltersdorf mehrere Großbauten für Das indische Grabmal errichten, darunter zwei Gopura-Tempelbauten und einen Maharaja-Palast mit Garten und Tigerhof.

Tausende Statisten füllten als das Volk des Maharaja von Eschnapur die Kulissen, der Zirkus Sarrasani stellte Tiere zur Verfügung. Die Produktionskosten für dieses Projekt sollen zwischen 20 und 24 Millionen Mark betragen haben.

Joe May flüchtete vor den Nationalsozialisten ins Exil und starb in Hollywood.

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