Die Grünen

Die bereits 1980 in die Kamera geforderte „Legalisierung aller zärtlichen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern, die gewaltfrei sind und auf freier Vereinbarung beruhen“ ist erst heute wieder ein Thema, welches noch immer aufgearbeitet wird. Insgesamt scheint sich die Partei mit ihrer Geschichte etwas schwer zu tun. Woher kamen diese Grünen, wie wurden sie zur etablierten Partei? Versuch einer Rückschau.


 

Die Grünen wurden am 12./13. Januar 1980 in Karlsruhe gegründet, um eine Partei jenseits des vorhandenen Spektrums zu etablieren: Ökologisch, basisdemokratisch, emanzipatorisch und friedliebend. Die junge Partei stellte ein Sammelbecken für verschiedene gesellschaftliche Strömungen sowie die bereits vorhandenen Grünen und Bunten Listen dar. Unter anderem auch die „Sonstige politische Vereinigung – Die Grünen“, die bereits 1979 in den Bremer Senat eingezogen war. „Die Grünen – Alternativen für alle“ war auf großen Plakaten zu lesen.

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Gründungsmitglied der Grünen Liste Schleswig-Holsteins und im Januar 1980 schließlich auch der Grünen war unter anderem Baldur Springmann, ein ökologischer Landwirt, der bereits während der Bildung der „Sonstigen Politischen Vereinigung – Die Grünen 1979 durch die Medien bundesweit bekannt geworden war und als Sprecher kandidieren sollte. Springmann lehnte aufgrund von „Ämterhäufungen“ ab. Für die Europawahlliste allerdings ließ sich Springmann an vierte Stelle nach Petra Kelly, Herbert Gruhl, Roland Vogt und noch vor Joseph Beuys nominieren.

Springmann selbst war von November 1933 bis März 1934 Mitglied der SA, seit November 1936 SS-Bewerber. Nach 1945 wurde er in der „Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft“ DUR aktiv, einem Verband, der von naturreligiösen Ex-Nazifunktionären gegründet wurde. Er vertrat einen völkisch orientierten Pantheismus und naturverehrendes Heidentum ohne persönlichen Gott sowie ohne Dogmen, Priester und Sakramente.

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Im Juni 1980 verließ Springmann die Grünen, weil sich bei der Besetzung des Vorstandes die Parteilinken durchsetzten und Schlüsselpositionen von Mitgliedern aus K-Gruppen besetzt wurden. K-Gruppen waren mit dem Niedergang der Studentenbewegung der 60er Jahre entstandene und überwiegend maoistisch orientierte Kaderparteien, die vor allem in den frühen siebziger Jahren in der BRD eine gewisse Rolle innerhalb der „Neuen Linken“ spielten.

Bundesprogramm 1980Nahezu alle K-Gruppen sahen sich als legitime Erben der historischen KPD an. Einig waren sie sich zudem in ihrer Ablehnung des osteuropäischen Kommunismus seit der Entstalinisierung ab 1956, den sie als „revisionistisch“ verwarfen. Stattdessen bezogen sie sich zumeist auf das chinesische Sozialismusmodell Mao Zedongs bzw. auf die Sowjetunion vor der Entstalinisierung. Nach dem Tod Maos und dem damit verbundenen Kurswechsel Chinas orientierten sich einige Gruppen zeitweise auch an Albanien unter Enver Hodscha oder das Regime der Roten Khmer in Kambodscha. Der blutige Terror der RAF mit ihrem Höhepunkt im Herbst 1977 führte zu einer weiteren Demoralisierung innerhalb der K-Gruppen. Heute bekannte Grüne aus den K-Gruppen waren unter anderem Antje Vollmer und Jürgen Trittin.

Epilog:
Auf ihrer Homepage schreibt die Partei zu den Anfängen:

„Wie alles begann

Deutschland, Ende der Siebzigerjahre: Der steigende Ölpreis zog die bis dahin schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik nach sich. Europa wurde atomar aufgerüstet. Der scheinbar natürliche Platz der Frau war hinterm Herd, Homosexuelle und Einwanderer wurden diskriminiert. Die Luft war voller Blei und Ruß, der Regen sauer. Und die Städte wurden zu Burgen aus Beton.“

und weiter

„Menschen ganz verschiedener politischer Richtungen fanden sich zu dieser Zeit zusammen, um gemeinsam eine politische Alternative zu schaffen. Sie stammen aus Umweltverbänden, der Friedens- und Anti-Atom-Bewegung, Dritte-Welt-Gruppen bis hin zu Fraueninitiativen. So wurden im Jahr 1980 die Grünen gegründet, drei Jahre später gelang der Einzug in den Bundestag.“

Doch so einfach war die frühe Geschichte der Grünen dann wohl doch nicht.

Quellen: Wikipedia, Youtube, Privat:
Webpräsenz von Bündnis 90 / Die Grünen
Bundesprogramm der Grünen 1980
Die Grünen, die Pädophilen und die K-Gruppen
K-GRUPPEN: Wende-Genossen
K-Gruppen

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This article has 1 comment

  1. MArek Reply

    Nazis waren allerdings niemals ganz Rechts sondern ganz Links wie die heutigen Nationalbolschewisten.

    Zitat Hitler:
    „Übrigens gibt es mehr Verbindendes als Trennendes zwischen uns und dem Bolschewismus. Vor allem die echte, revolutionäre Gesinnung, die auch in Russland überall dort lebt, wo keine jüdischen Marxisten ihr Wesen treiben. Ich habe diesem Umstand immer Rechnung getragen und Anweisung gegeben, daß man ehemalige Kommunisten sofort in die Partei aufnimmt.“

    Hitlers Antibolschewismus hatte also neben antisemitischen keine weiteren Motive, er war stattdessen bestimmt durch die Konkurrenzsituation beim Kampf um die Weltherrschaft.

    Marx und Engels hetzten genau so gegen alle Völker die ihnen gerade nicht passten(je nach Tagesslaune)http://www.zeit.de/1998/23/Karl_Marx_der_Visionaer_und_Rassist
    und wollten ebenso einen Weltkrieg,Che Guevara dagegen gleich einen Atomkrieg damit der Sozialismus siegt.Von Schwarzen,Südamerikanern und Schwulen hielt er auch nichts.

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