Nikolaiviertel

Zugegeben, als Berliner muss man am Sonntag nicht ins Nikolaiviertel einfallen – das tun schon andere. Was soll man auch dort, in diesem historisierten, einer Filmkulisse gleichen Stück Berlin? Vielleicht mal nach Mitte fahren und dabei gleichzeitig rauskommen aus der Stadt – das könnte es sein.

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Interessant bleibt die Geschichte des „Wiederaufbaus“: In der Zeit des dringend notwendigen Wohnungsbaus nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges wurde das historische Stadtzentrum – gelinde gesagt – vernachlässigt. So sollte etwa an die Stelle des Nikolaiviertels die Spree zu einem Hafenbecken für Ausflugsdampfer erweitert werden.


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Mit der anstehenden 750-Jahr-Feier in Berlin änderten sich grundlegende Sichtweisen hinsichtlich der Areal-Nutzung. Das Nikolaiviertel sollte nun künftig Touristen anziehen, was man inzwischen auch konzeptionell als durchaus gelungen bezeichnen kann.

Das Bauvorhaben wurde noch im Jubiläumsjahr 1987 fertiggestellt, über „Rekonstruktionen“ und die zum Teil freie Zusammenstellung der Gebäude darf man sich hingegen weiter streiten.


 
Die denkmalgeschützte Inschrift „Berlin – Stadt des Friedens“ am Eingang zum Nikolaiviertel mußte inzwischen mal einer Steakhaus-Reklame weichen. Berlin (Ost) bekam den Namen „Stadt des Friedens“ im Jahre 1979 im Rahmen einer Tagung des „Weltfriedensrates“ an der Spree.

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Beitrag übernommen von bilderhatz.de
Quellen: Privat, Wikipedia, „Berliner Zeitung“ vom 30.06.1994

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