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Da fiel mir aus einer Mappe ein alter Aufkleber in die Hände. 18.05.2004 – 13.30 Uhr: „Bei der Vorauswahl der Bewerberstädte für Olympia 2012 lehnte die IOC-Exekutive die deutsche Kandidatur ab – vor allem wegen Mängel bei Infrastruktur und dem Beherbergungskonzept.“ Unfassbar. Unfassbar? Ich erinnere mich, war ich doch damals „vor Ort“ in Leipzsch. Es gab öffentliche Befürworter und Gegner. Leipzig vertritt Deutschland? Geht das?

Ich selbst hatte ein durchaus mulmiges Bauchgefühl bei eben jenem Gedanken. Dafür gab es aus meiner Sicht zu viel Fassade, zu wenig Substanz. Die eigentlich starke Kreativ-Szene der Stadt wurde gerne außen vor gelassen, Skandale um die Bewerbung ergaben ein unrundes Ganzes. Die Stadtväter zeigten unbeirrt die Flagge der Leuchttürme. Die wurde wohl inzwischen wieder abgenommen und der jetzige OB gibt sich in Bescheidenheit (neulich in einem regionalen Kuschelsender – sehr sympatisch).

Als Jacques Rogge Leipzig für „zu klein“ befand, hatte er nicht einmal Unrecht und gab der Stadt damals den Staffelstab zurück. Eine echte Chance. „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.“ (Matthäus 23, 12).

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