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Nahezu täglich stehe ich hier und hoffe auf einen freien Platz in der S-Bahn zwischen lesenden und schnarchenden Menschen. Dazu muss ich die Treppe hinauf auf diesen alten und geschichtsschäbigen Bahnsteig. Der Bahnhof, zunächst nur ein Haltepunkt an den Ausläufern der Landgemeinde Niederschöneweide, wurde am 24. Mai 1868 an der Görlitzer Bahn eingerichtet. Durch den Zweiten Weltkrieg und die anschließende Teilung Berlins fehlte der überwiegend in der DDR verlaufenden Strecke der Görlitzer Bahnhof als Kopfbahnhof.

Dieser lag im Westteil der Stadt und war fortan nicht mehr zu erreichen. Die Züge wurden von nun an schrittweise an den Bahnhöfen der Strecke (Baumschulenweg, Schöneweide, Adlershof und Grünau) ausgesetzt beziehungsweise nach Lichtenberg verlegt. Schöneweide übernahm nach Außerbetriebnahme der anderen drei Bahnhöfe für den Fernverkehr deren Aufgaben. Ferner sollte der Bahnhof zum dritten großen Fernbahnhof der Hauptstadt der DDR (neben Ostbahnhof, später Hauptbahnhof, und Lichtenberg) ausgebaut werden. Heute fährt die S-Bahn wieder in den Westteil der Stadt und dort vor allem über das Südkreuz als Knotenpunkt zum Fernverkehr.

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