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Professor Abronsius, der auf Grund seiner allzu kühnen Behauptungen zum Vampirismus seinen Lehrstuhl an der Königsberger Universität verloren hat, hat sich mit seinem Assistenten Alfred nach Transsylvanien aufgemacht, um dort „lebende“ Vampire zu erforschen. In einem Gasthaus finden sie erste Hinweise auf Vampire: Knoblauch. Doch bestreitet jeder in diesem Wirtshaus, an die Existenz von Vampiren zu glauben, und der Wirt, Shagal, streitet ab, etwas von einem Schloss in der Nähe zu wissen. Das Unheil nimmt seinen Lauf …

Knackige Winterbilder und eine geschickt inszenierte Story machten die Genre-Persiflage aus. Ich habe den Film in den 80er Jahren erstmals gesehen und seit vielen Jahren ist er Weihnachten „Pflichtprogramm“. Der junge Roman Polanski war gleich zweimal in Höchstform. Als Regisseur und Darsteller an der Seite seiner damaligen Frau Sharon Tate. Besonders tragisch: Die schwangere Sharon Tate wurde 1969 in ihrem Haus durch Mitglieder der „Manson Family“ ermordet.

Kritiken:
„Diese [Prof. Abronsius] dem Film „Vampir“ von Carl Theodor Dreyer abgesehene Figur produziert mit dem Gehilfen Alfred, von Polanski selbst rührend komisch gespielt, ein Feuerwerk an umwerfender Situationskomik und mitternächtlichem Grusel, dem die stimmungsvolle Musik von Komeda gekonnt nachhilft; ein zwischen Parodie und Horror balancierender Film.“ (Wertung: 3 Sterne = sehr gut) – Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (1990).

„Die Klischees und Handlungsmuster des Vampir-Genres werden zu einer amüsanten Persiflage genutzt, in der makabre Schocks durch liebevolle Typenkomik ausbalanciert werden. Eine Hommage an das alte Horror-Kino und seine Effekte, zugleich eine Satire auf die tragikomischen Bemühungen bürgerlich-aufklärerischer Biedermänner im Kampf mit einer buchstäblich blutsaugerischen Aristokratie. Ein fantasievoll-intelligentes Vergnügen, das erneut Polanskis Thema der Menschlichkeit in einer feindlichen Umwelt anklingen läßt.“ – Lexikon des internationalen Films.

„Wie ernst und fatalistisch diese Farce ist, merkt man allerdings erst, wenn man sich Polanskis Hollywooddebüt in der englischen Originalfassung ansieht. Wie so oft sind in der deutschen Synchronisation nicht nur die politischen Anspielungen verloren gegangen, man hat auch alle atmosphärischen und emotionalen Nuancen des Drehbuchs zerstört.“ – Susanne Westphal, Frankfurter Rundschau (2005).

Prisma Online: „Polanski schuf mit diesem Gruselszenario eine raffinierte und urkomische Hommage an das alte Horrorkino mit unvergesslichen Slapstick-Nummern.“
Stab
Regie: Roman Polański
Drehbuch: Gérard Brach, Roman Polański
Produktion: Gene Gutowski, Martin Ransohoff/MGM
Musik: Krzysztof Komeda
Kamera: Douglas Slocombe
Schnitt: Alastair McIntyre

Besetzung
Jack MacGowran: Professor Abronsius
Roman Polański: Alfred
Sharon Tate: Sarah Shagal
Ferdy Mayne: Graf von Krolock
Iain Quarrier: Herbert von Krolock
Alfie Bass: Yoine Shagal
Jessie Robins: Rebecca Shagal
Fiona Lewis: Magda
Terry Downes: Koukol

Quelle: Wikipedia

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