„Am 26. April 1945, in den Morgenstunden, erobern die Sowjets die Oberlandstraße in Tempelhof. Sie brechen das Tor des Ufa-Geländes auf und dringen in die Hallen ein. Sie kommen sehr ungelegen, denn Helmut Weiß hat seinen neuesten Terra-Film „Sag‘ die Wahrheit“ nicht beendet. Noch am Tage des ersten direkten Beschusses stand Altmeister Reimar Kuntze seelenruhig hinter der Kamera, und Ehepaar Rühmann/Feiler spielte die Hauptrollen in dieser Filmgroteske von Ernst Marischka.

Als die S-Bahn lahmgelegt wurde, erlosch auch im Atelier das Scheinwerferlicht. Betriebsleiter Otto Hübner, der sich in seinem Büro wohnlich eingerichtet hatte, tritt mit einigen Getreuen den Russen entgegen. Diese suchen zunächst nur Quartier, doch am anderen Tage fahren Stalinorgeln auf dem Filmgelände auf und schießen todbringende Salven nach Kreuzberg hinein.“

Jahrzehntelang wurden auf dem Gelände der UFA-Film Kopierwerke im Süden Berlins Träume auf Zelluloid gebannt. Kurz vor dem geplanten Abriss der Gebäude begann 1979 „das zweite Leben der ufa“, ein europaweit einzigartiges Lebens- und Arbeits- projekt, das „Internationale Kulturcentrum ufaFabrik Berlin“.

Das Kulturcentrum präsentiert und unterstützt die Produktion junger Nachwuchstalente und innovativer internationaler Produktionen. Die ufaFabrik stellt in diesem Zusammenhang Künstlern, Gruppen und Vereinigungen die erforderlichen Arbeitsräume sowie Bühnentechnik, Logistik, fachliches Know how und „human resources“ zur Verfügung.

Das Team des Kulturcentrums vermittelt Kontakte zu internationalen Ausbildungen, Festivals, Kulturzentren und Institutionen, berät die jungen Künstler und öffnet ihnen frühzeitig den Zugang zu internationalen Märkten.

Quellen:
– Hans Borgelt: Schicksalswende in Berlin. In: Horst G. Feldt (Hg.): Wissen Sie noch?
– Wiesbaden-Biebrich: Der neue Film 1955, S. 15-18).
Mehr Infos: ufa Fabrik

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