Alle Leute, die früher mit der „Deutschen Reichsbahn“ zur Schicht fuhren, wurden liebevoll „Kaliknechte“, manchmal auch noch liebevoller „Salzkratzer“ genannt. Nachdem ich meine Armeezeit beendet hatte, fuhr ich erstmal „ein“ und wusste in jenen 89er Tagen nicht wirklich so genau, wie es weitergehen würde.

Ich heuerte zunächst im damaligen Kalibetrieb „Werra“ Merkers als Fahrer und Mechaniker an und genoss natürlich alle entsprechenden Annehmlichkeiten eines guten (DDR)Verdienstes und Kalifusel auf Marke. In der „Kaue“ (Umkleide-Etwas) zog ich meine Klamotten mit einer Kette an die Decke und dann ging es hinab ins Erdinnere. Warm, trocken, stickig und – Kunststück – salzig. Dumm nur, dass ich jetzt selbst zu „Kaliknechten“ und „Salzkratzern“ gehörte …

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