Eurocent
Eigentlich müsste es den Schweden schlecht gehen – sie haben nämlich keinen Euro. Und sie hatten ihn noch nie, obwohl damals fest eingeplant. Damals, das war 2003. In einem Referendum – derzeit fern deutscher Realitäten – stimmten 56,2 Prozent gegen den Euro und 41,8 Prozent dafür. Dieses Abstimmungsergebnis verhinderte gleichzeitig den Beitritt zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.

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Im Gegensatz zu Großbritannien und Dänemark haben die Schweden kein vertraglich vereinbartes Recht zum „Opt-Out“, also zum endgültigen Nichtbeitritt. Schweden verhindert dennoch erfolgreich die Einführung des Euro, indem das Land den Beitritt zum Wechselkursmechanismus (WKM) II nicht vollzieht und dadurch die Kriterien zum Einführen des Euro absichtlich nicht erfüllt.

100 schwedische Kronen

Die letzten Umfrageergebnisse 2013 zeigen, dass sich inzwischen mehr als 80 Prozent der Schweden gegen die Einführung des Euro in ihrem Land aussprechen.

Die Folgen? Katastrophe! Den Schweden geht es gut! Die Wirtschaftskrise ging zwar nicht spurlos an Ihnen vorbei, doch die Arbeitslosigkeit liegt konstant etwa bei acht Prozent und damit klar unter Euro-europäischem Durchschnitt. Dies bei einem flächen-, klima- und strukturbedingtem Nord-Süd-Gefälle, dass es so in Deutschland nicht gibt.


 

Die Krone bleibt die eigene Währung der Schweden.

Doch was ist so wichtig an einer eigenen Währung? Im poltischen Streit über europäische Südstaaten-Rettung (was eigentlich eine Bankenrettung ist) kommt hierzulande ein anderer Aspekt eindeutig zu kurz: Die eigene Währung ist Kulturgut und – noch besser – ein Identitätsfaktor.

Quellen: Privat, Wikipedia, Die Zeit, Sverigesradio.se

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