Soljanka

Tala svenska

Seit einiger Zeit raucht mir der Schädel. „Ä“ und „Ö“ und viele Kürzel. Ich pauke Wirtschaftsschwedisch B1 und zusammen mit meiner Frau entsteht zu Hause ein lustiges Sprachengemisch. Allein unsere Hunde bellen noch ein deutliches Deutsch. Was soll`s, auf der Straße verstehe ich eh kaum noch jemanden.

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Nachdem wir im vergangenen Jahr einen tollen Norwegischkurs besuchten, einigten wir uns inzwischen nun doch auf Schweden als langfristiges Lebensprojekt. Ob und wann, dass wissen die Götter – ohne Sprache läuft bekanntlich nichts. Das mein Norwegisch nicht umsonst war (das sind Sprachen nie), zeigte sich im Grund- und Vorbereitungslehrgang Schwedisch sowie bei der Einstufung für meinen laufenden Kurs ….

Mankells Wallander in schwedischer Sprache:


 

Schön, dass auch deutsche Medien über Schweden berichten – natürlich nicht ganz uneigennützig. So bekommt das „Bullerbü“ in den meist öffentlich-rechtlichen Dokus schon mal sein Fett weg. Die Grundaussage lautet fast immer: „Es ist nicht alles toll in Schweden, die Arbeitslosigkeit hoch, der Staat allseits kontrollierend und regulierend, die Verdienste im Vergleich zu Deutschland eher durchschnittlich.“

Besonders beliebt ist das Filmchen „Herr Luo aus Schweden“, der seit Monaten immer wieder im TV läuft. Der von der ARD gewählte Teaser „Kalmar ist eine kleine marode schwedische Stadt“, lenkt – schlicht gesagt – vom eigenen Elend ab. Deutschland sollte hier besser hiesige Städte nebst Dreckecken unter kritische die Lupe nehmen. Kalmar ist übrigens immer eine Reise wert.

Ausnahmen bei der Berichterstattung bilden natürlich touristische Dokumentationen; denn warum sollen auch deutsche Reiseveranstalter verprellt werden?

Die Tür fliegt gerade auf und mir entfährt ein deutliches „Vad gör du här?“ Mein Hund ist in diesem Fall der Testdummi und scheint – ganz Hund – alles verstanden zu haben.

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