Hunde

Unser tolles Überraschungspaket Hund

Wer sich einen Hund „zulegt“, sollte sich zunächst irgendwie eine Checkliste basteln, durch die ersichtlich wird, ob man sich selbst und dem Hund annähernd das geben kann, was es braucht, um menschlich-tierische Freude zu haben. Was oft vergessen wird: Es spielt dabei auch eine große Rolle, welche Art Hund ins heimische Gemäuer einziehen soll. Ehrlich zu sich sollte man dabei auf jeden Fall sein.

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Hier in Berlin sehe ich ständig Hunde! Labbie und Golden Retriever sind – gefühlt – in der Mehrheit, auch Beagle, Weimaraner und Huskie schleichen durch den Großstadtdschungel. Im Wald am Rande des Mollochs dagegen laufen nicht selten Kampfhunde, Boxer und kleinste Handtaschenköter herum. Spätestens im Gespräch merke ich inzwischen, dass sich nur wenige Leute mit den Vorlieben ihres Hundes beschäftigen – weil sie es nicht wussten oder ignorierten.

Und so erging es auch uns!

Als uns Leon in der Neuköllner Pflegestelle in die Augen schaute, schmolz zunächst einmal meine Frau dahin. Wir packten Leon beim nächsten Treffen ein und fuhren mit ihm nach Hause. Klein, zappelig, unerzogen – ein richtig lebendiger Welpe eben. Inzwischen sind mehr als fünf Jahre vergangen und Leon ist – trotz intensiver Arbeit mit ihm – noch immer unser Überraschungspaket. Seine Vorlieben? Irgendwie alles: Bällchen, sprinten, jagen, bellen, buddeln, vorstehen und hin- und wieder den Gehorsam völlig ignorieren.

Im Gegensatz zu unserer Deutsch-Kurzhaar Hündin Donna, deren Neigungen und Bindungen quasi klar sind, war und ist Leon zuweilen sehr anstrengend. Oft haben wir uns Fragen gestellt, wie etwa „Passt er überhaupt zu uns?“ oder „Können wir ihm das geben, was er braucht?“ und haben doch immer wieder unsere Ansprüche reduzieren müssen. „Er ist jetzt da und wir machen gemeinsam das Beste daraus.“ Eine Lösung war das nie – aber auch wir wussten es nicht besser. Heute gehört er zur Familie und doch stecken in Leon Pharaonen-, Jagd- und Windhund. Dementsprechend sind auch die Eigenschaften des schlanken Rüden.

Egal, ob Rasse- oder Mischlingshund – VORHER ist eine Recherche über die Vorlieben des Hundes angesagt. Damit ein Hund nicht alsbald wieder Tierschutz landet.

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