1950. Dem Kundschafter Werner Bredebusch vom MfS der DDR ist es gelungen, als Achim Detjen in die Organisation der faschistischen Ex-Militärs und ihre argentinischen Schlupfwinkel einzudringen. Er hat sich zur Tarnung in die Rolle des gefallenen Jagdfliegers Detjen eingelebt.

Er schafft es, den ehemaligen SS-Offizier Born und den ehemaligen Geschwaderchef perfekt zu täuschen. Die Herren weihen ihn in ihre geheimen Pläne ein. „Das unsichtbare Visier“ war auch deutsche-deutsche Vergangenheitsbewältigung aus DDR-Sicht. Die Filmmusik von Walter Kubiczeck war die erste, die in der DDR auf eine LP gelangte.

Die spannende Fernsehserie brachte nicht nur ein wenig Bond-Feeling in die ostdeutschen Wohnzimmer, sondern machte auch ein Identifikationsangebot. Der im Sinne des SED-Regimes politische und engagierte Werner Bredebusch bewegt sich sicher auf dem Bonner und internationalen Parkett, kann aber auch hemdsärmlig sein und ist am liebsten in der Gesellschaft einfacher Leute. Er geht mit Genussmitteln maßvoll um. Mit seiner MfS-Kollegin Winnie Winkelmann verbindet ihn ein freundschaftliches Arbeitsverhältnis.

Die DDR kommt kaum in der Serie vor, nur in Gestalt der MfS-Vorgesetzten, die sich um Bredebusch alias Detjen sorgen und auch an Rosen für seine einsame Mutter in der DDR denken. In der Serie geht es vor allem um die westdeutsche Gesellschaft, die als oberflächlich-materialistisch und von dunklen Mächten gesteuert dargestellt wird. Vereinzelte Westdeutsche und Ausländer sind bereit, der guten Sache Detjens zu helfen, oftmals Frauen, die auch seinem Charme erlegen sind. Anhand des immer wieder auftretenden CIA-Mannes Wilson wird gezeigt, dass in der Bundesrepublik in Wirklichkeit Amerika das Sagen hat.

Hauptdarsteller der Spionagereihe war zunächst Armin Mueller-Stahl, der die Serie prägte und 1976 wegen seines Protestes bei der Ausbürgerung von Wolf Biermann in Ungnade fiel. 1980 verließ Müller-Stahl die DDR. Seit 1977 hatte Horst Schulze die Hauptrolle in der Fernsehserie; im MfS-Team spielte auch Jürgen Heinrich, der nach der Wende auch im Westen bekannt wurde.

Die Drehorte der Reihe waren meist auf DDR – Boden, doch auch in West-Berlin und Bulgarien wurde gedreht. Bekannte Drehorte waren u.a.: Leipziger Hauptbahnhof („Insel des Todes“), Bahnhof von Belzig („Der Römische Weg“), „Berliner Bierpinsel“ in Westberlin, Fischerinsel 2 in Berlin-Mitte (Detjens Dienstwohnung), Seilfähre in Rothenburg an der Saale („Mörder machen niemals Pause“), Schloß Burgk an der Bleichlochtalsperre bei Schleiz („Das Wasserschloß“).

Erste Staffel (1973-75)
1. Der römische Weg
2. Das Nest im Urwald
3. Das Wasserschloß
4. Ein merkwürdiger Anschlag
5. Das Geheimnis der Masken
6. Rätsel des Fjords
7. Depot im Skagerrak
8. Mörder machen keine Pause
9.Sieben Augen hat der Pfau

Zweite Staffel (1977-79)
10. Der Afrikaanse Broederbond 1
11. Der Afrikaanse Broederbond 2
12. Der Afrikaanse Broederbond 3
13. King Kong Grippe 1
14. King Kong Grippe 2
15. Insel des Todes 1
16. Insel des Todes 2

Quellen:
– http://de.wikipedia.org/wiki/Das_unsichtbare_Visier
– http://www.duv-fanclub.de/

(Visited 122 times, 1 visits today)
Beitrag teilen!

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

What is 11 + 7 ?
Please leave these two fields as-is:
IMPORTANT! To be able to proceed, you need to solve the following simple math (so we know that you are a human) :-)