Woher kommen meine DNA-Vorfahren?

Nachdem ich im Februar mein Ergebnis der MyHeritage DNA-Herkunftsanalyse erhielt, wollte ich natürlich noch genauer wissen, aus welchen Regionen des Kontinents meine Vorfahren stammten. Die einfache Aufschlüsselung – laut MyHeritage 86,9 Prozent Nord- und Westeuropäer sowie 13,1 Prozent Balkanbewohner – reichte mir nicht. Dann eben los!

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Zunächst einmal war ich tatsächlich ein paar Tage im Zweifel, ob ich mir eine weitere und detaillierte Herkunfstanalyse „antun“ sollte, gab es doch auch hier wieder Warnungen vor der missbräuchlichen Verwendung meiner DNA. Aber: Die moderne DNA-Genealogie ermöglicht inzwischen Stammbaumforschung mit zusätzlichen Tools und ergänzt die traditionelle Ahnenforschung (die ich natürlich auch betreibe) und die auch weiterhin Vorrang hat.

Ahnenforschung per Gentest

Historische Unterlagen wie Kirchenbücher, Geburts-, Heirats- oder Sterberegister sind „rückwärts“ aus verschiedenen Gründen nur begrenzt vorhanden, Kirchenbücher vor allem aufgrund ihrer massenhaften Vernichtung, etwa durch den 30jährigen Krieg. Familiäre „Legenden“ wo sich möglicherweise die Ursprünge der Sippe befanden, können mittlerweile durch die DNA-Analyse bestätigt oder auf den Müllhaufen der Familiengeschichte befördert werden.

In der Zusammenfassung alles als übersichtlich aufbereitet.

LM-Genetics hieß dann schließlich für mich der geeignete Anbieter, der meine MyHeritage-Rohdaten mit der „K36-Methode“ (36 regionale Gruppen) analysierte und meine Vorfahren regional aufschlüsselte. Nach einigen Wochen erhielt ich übrigens einen Report im PDF-Format, wobei ich mich erst einmal einlesen musste, um durchzublicken.

 

Welcher Zeitraum wird abgebildet und was bedeuten die Zahlen? Der Zeitraum, den die DNA-Analyse berührt, variiert zwischen den verschiedenen Anbietern. Am weitesten geht beispielsweise das Genographic Project zurück, denn dort wird der DNA-Anteil bestimmt, den ein Proband etwa vom Neanderthaler hat. Dennoch beinhaltet der Großteil der Herkunftsanalysen – auch LM-Genetics – die Populationsverteilung, welche sich innerhalb Europas durch Völkerwanderungen und Migrationsströme im Mittelalter herausgebildet hat.

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Nun also zum „Populationsmix“ und damit zum Ergebnis, dass mir zunächst einmal ausreichen sollte: Meine Vorfahren stammen zu 37 Prozent aus Tirol, gefolgt von 14,4 Prozent aus dem Sudetenland, 11 Prozent Niederschlesien, 9 Prozent Österreich, 8 Prozent Elsass, 7 Prozent Slowenien und so weiter. Thüringen (mein Geburtsland), Hessen (ein Großteil meiner väterlichen Vorfahren lebte dort lange Zeit) oder Sachsen (das Land vieler mir bekannten mütterlichen Vorfahren) kommen abgeschlagen ganz weit hinten in der Auflistung vor. Baff, das hätte ich so nicht gedacht.

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